Häufig gestellte Fragen

Was ist Slow Brewing?

Slow Brewing ist das konsequenteste Gütesiegel am internationalen Biermarkt. Es bewertet nicht nur das behutsame Herstellungsverfahren, die Verwendung hochwertiger Rohstoffe und die Qualität und den Geschmack der Biere sondern auch die Brauerei selbst. Dabei geht es vor allem um die gelebte Unternehmenskultur der herstellenden Brauerei. Die Überprüfung der Herstellung, der Biere und der Brauereien erfolgt nicht nur einmalig sondern regelmäßig mit hoher Frequenz. Die Überprüfungen der Herstellung und der Biere erfolgen monatlich, das Verhalten am Markt und die Kultur der Brauereien werden jährlich geprüft.

Wie wird geprüft?

Die Prüfungen erfolgen auf Basis wissenschaftlich entwickelter Checklisten, die Prüfer des Slow Brewing Instituts nehmen die Prüfungen persönlich vor. Qualität und Geschmack werden von Experten des Forschungszentrums Weihenstephan für Brau- und Lebensmittelqualität an der TU München geprüft.

Der Prüfungsablauf ist genau definiert und ist unabhängig von der Brauereigröße für alle zu zertifizierenden Brauereien gleich. Bei den Checklisten wird unterschieden zwischen Brauereien unter 10.000 hl/a, sogenannten Mikrobrauereien, und über 10.000 hl/a. Das Audit zur Produkt- und Produktionsbesiegelung ist transparent und durchgängig.

Warum ist Slow Brewing das konsequenteste Gütesiegel am internationalen Biermarkt?

Weil es Herstellung, Bier und Brauerei umfassend und ohne Kompromisse mit höchster Frequenz prüft.

Was ist der Vorteil langsamen Brauens?

Durch das langsame Brauen, also kalte Gärung und Lagerung des Bieres, wird die Bildung sogenannter Gärungsnebenprodukte, reduziert. Gärungsnebenprodukte werden für die Bekömmlichkeit eines alkoholischen Getränks mitverantwortlich gemacht.

Wie unterscheidet sich das Slow Brewing Gütesiegel von anderen Gütesiegeln im Bierbereich?

Andere Qualitätswettbewerbe betrachten nur das Produkt, Slow Brewing auch das Unternehmen und die Personen, die dahinterstehen. Außerdem wird bei Slow Brewing monatlich die Bierqualität kontrolliert, bei den übrigen Qualitätssiegeln wird nur einmal im Jahr geprüft.

Was unterscheidet ausgezeichnete Brauereien von anderen?

Von Slow Brewing ausgezeichnete Brauereien setzen sich durch die hohe Frequenz der Kontrollen einer permanenten Herausforderung aus. Diese permanente Qualitätsoffensive betrifft alle in der Wertschöpfungskette beteiligten Partner, also gewissermaßen alle Prozesse vom Feld bis ins Glas. Eine mit dem Slow Brewing Gütesiegel ausgezeichnete Brauerei erfüllt damit den höchsten Exzellenzanspruch für Bier.

Wie wird das Slow Brewing Gütesiegel vergeben?

Zur Vergabe des Slow Brewing Gütesiegels wird das Unternehmen hinsichtlich ideeller und produktionsspezifischer Kriterien intensiv geprüft. Die ideellen Kriterien umfassen beispielsweise die gelebte Unternehmensverantwortung, Aktivitäten zur positiven Beeinflussung des Betriebsklimas, die Mitarbeiterkommunikation, Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung oder das ökologische Verhalten der Brauerei. Die produktionsspezifischen Kriterien umfassen neben der Verfahrenstechnik im Brauprozess auch Aspekte wie z.B. Qualitätsmanagement, Lebensmittelsicherheit, Rohstoffeinkauf, Bau & Technik der Braustätte.

Die Überprüfung des Unternehmens erfolgt jährlich.

Die Bierqualität wird jeden Monat wissenschaftlich überprüft.

Erst wenn ALLE Anforderungen gemäß den Prüf- und Zulassungsbedingungen erfüllt sind, wird das Gütesiegel „Slow Brewing – Zertifizierte Spitzenqualität“ vergeben.

Wer vergibt das Slow Brewing Gütesiegel?

Das Gütesiegel wird vom Slow Brewing Institut, dem Kontrollorgan von Slow Brewing, vergeben. Es besteht aus einer brauwissenschaftlich fundierten Qualitätskommission. Mehr zur Kommission und den wissenschaftlichen Mitarbeitern finden Sie auf der Website im Bereich „Gütesiegel“.

Welche Anforderungen muss eine Brauerei erfüllen, um ausgezeichnet zu werden?

Die Auszeichnungskriterien für die Brauerei umfassen klar definierte ideelle Faktoren wie z.B. die gelebte Unternehmensverantwortung, Aktivitäten zur positiven Beeinflussung des Betriebsklimas, die Mitarbeiterkommunikation, Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung oder das ökologische Verhalten der Brauerei und produktionsspezifischen Kriterien. Diese umfassen neben der Verfahrenstechnik im Brauprozess auch Aspekte wie z.B. Qualitätsmanagement, Lebensmittelsicherheit, Rohstoffeinkauf, Bau & Technik der Braustätte.

Nur wenn all diese Faktoren vom Unternehmen erfüllt werden und die Bierqualität von der Qualitätskommission objektiv als überdurchschnittlich klassifiziert wurde, wird das Slow Brewing Gütesiegel vergeben.

Warum ist es so schwierig, das Slow Brewing Gütesiegel zu bekommen und zu behalten?

Wegen dem umfassenden Qualitätsanpruch an Bier und Brauerei und der hohen Prüffrequenz. Die Bierqualität wird über 12 Monate im Jahr sowohl im ganz frischen (direkt nach Abfüllung) als auch im „gealterten“ Produkt (Bier bis zum Ende des Haltbarkeitsdatums) überprüft. Somit steht auch die Qualitätskonstanz des Biers im Fokus und das ist die schwierigste Herausforderung für einen Brauer.

Was haben Konsumenten vom Slow Brewing Gütesiegel?

Ein Bier gekauft zu haben, das immer allen Qualitätsansprüchen genügt und geschmacklich herausragend ist. Es wird fair und bewusst hergestellt. Somit kann der Konsument ein gutes Gefühl beim Kauf eines Slow Brewing zertifizierten Biers haben und genießen. Das Gütesiegel ist der sichere Wegweiser zum besseren Bier. Kurz: Slow Brewing zertifizierte Biere garantieren Genuss und das gute Gefühl, das Richtige gekauft zu haben.

Was haben Brauereien davon, das Gütesiegel zu tragen?

In erster Linie eine klare Bestätigung umfassender Qualität zur objektiven Unterscheidung vom Mitbewerb. Mit dem Gütesiegel „Zertifizierte Spitzenqualität“ differenziert sich eine Brauerei auch bewusst von anderen Qualitätswettbewerben. Das Gütesiegel tragen zu dürfen ist eine Auszeichnung für herausragende Bierqualität und der sichere Wegweiser für den Konsumenten für überdurchschnittliche und konstante Bierqualität.

Ein weiterer Vorteil ist der Know-how-Transfer – durch die Auditierung und offenen Wissens- und Erfahrungsaustausch mit dem Institut und anderen ausgezeichneten Brauerein halten sich Slow Brewer stets auf dem neuesten Stand der Technik und Technologie.

Wo finden Konsumenten das Slow Brewing Gütesiegel?

Auf den Flaschen und vielen Kommunikationsmitteln der ausgezeichneten Brauereien. Aktuell gibt es 25 Slow Brewer sie sind in Mitteleuropa, also Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz, gut verteilt und bereits gut erhältlich.

Können sich Brauereien das Gütesiegel kaufen?

Das Slow Brewing Gütesiegel kann man nicht kaufen, man muss es sich erarbeiten.

Welche Kosten fallen für die Zertifizierung an?

Die Kosten für die Zertifizierung setzen sich zusammen aus den Kosten des Audits und den monatlichen Kosten für die Überprüfung der Bierqualität durch ein akkreditiertes, brautechnisches Prüflabor des Slow Brewing Instituts sowie einem fairen, ausstoßabhängigen Jahresbeitrag, der für Organisation, Marketing und Kommunikation verwendet wird.

Kann sich jede Brauerei für das Gütesiegel bewerben?

Im Prinzip kann sich jede Brauerei bewerben. Zertifiziert werden aber nur Brauereien, die sämtliche Prüf- und Zulassungsbestimmungen erfüllen.

Sind Slow Brewer eine Vereinigung?

Slow Brewer sind ganz eigenständige Brauereien, die sich zu einem Set gemeinsamer Grundwerte bekennen. Dadurch stellen Slow Brewer eine ideelle Vereinigung dar, die sich gerne trifft, austauscht und bei richtungsweisenden Entscheidungen für die Zukunft von Slow Brewing mitentscheidet.

Die Geschichte von Slow Brewing hat mit der Gründung eines Vereins im Jahr 2011 begonnen, seither hat sich die Grundidee, einer Bewegung, die sich ohne Kompromisse für höchste Bierqualiät einsetzt, kontinuierlich zum heutigen Status als „Das Gütesiegel für Bier“ weiterentwickelt. Die Vereinsstruktur für zertifizierte Mitglieder ist bis heute erhalten geblieben.

Welche gemeinsamen Grundwerte teilen die ausgezeichneten Brauereien?

Slow Brewer agieren mit der Grundhaltung “Aus Leidenschaft für das Gute”. Die geteilten Werte der Slow Brewer im Überblick:

MIT ZEIT.
Das Brauen mit Zeit ist die gelebte Philosophie von Slow Brewing. Im Gegensatz zu einer
beschleunigten industriellen Massenproduktion bekennen sich Slow Brewer zu einer langsamen Gärung und schonenden Reifung. Und das aus gutem Grund – neben der Verwendung reinster natürlicher Rohstoffe ist es vor allem der Faktor Zeit, der für den herausragenden Geschmack und die Bekömmlichkeit von slow Bieren sorgt.

GEKONNT.
Zertifizierte Slow Brewer wissen was sie tun. Für herausragendes Bier verbinden Sie
traditionelle Brauverfahren mit höchstem brauwissenschaftlichen Know-how und
modernster Produktionstechnik.

BEWUSST & FAIR.
Slow Brewer produzieren Lebensqualität. Mit herausragenden Bieren und bewusstem, integrem Handeln. Bewusst im Sinne der Umwelt und ihrer Region, bewusst im Sinne der folgenden Generationen und bewusst im Sinne einer fairen Zusammenarbeit mit Mitarbeitern und allen am Produktionsprozess Beteiligten.

ECHT & VERWURZELT.
Slow Brewer lieben und schützen das Echte. Das Echte beginnt bei den reinen Zutaten und endet in Brauspezialitäten mit Individualität. Die regionale Verwurzelung spielt dabei immer eine Rolle. Slow Brewer sind gewachsene Brauer, die ihre Leidenschaft für herausragendes Bier völlig unabhängig von Konzernen und deren Vorgaben leben. Das schützt vor Einheitsgeschmack und sorgt für die Vielfalt, die sich bewusste Bierliebhaber wünschen.

Zahlen die Brauereien regelmäßige Beiträge? Und wenn ja, was passiert mit dem Geld?

Die zertifizierten Brauereien zahlen einen jährlichen Beitrag entsprechend ihrer Brauereigröße.
Diese Beiträge werden für Organisation, Marketing und Kommunikation verwendet.