Häufig gestellte Fragen

Wofür steht das Slow Brewing Gütesiegel?

Für herausragenden Geschmack und ein gutes Gewissen beim Genießen.

Warum schmecken Slow Brewing Biere herausragend?

Neben der Verwendung reinster, natürlicher Rohstoffe ist es die langsame, schonende Brauweise des Slow Brewing, die sich ganz wesentlich auf den besonders runden und ausgereiften Geschmack von Slow Brewing Bieren auswirkt. Slow Brewer geben ihren ausgezeichneten Bierspezialitäten die ideale Zeit zum Reifen. Zudem verzichten sie ganz bewusst auf eine nachträgliche Verdünnung des fertigen Biers (High Gravity Brewing). Bei verdünnten Bieren ergibt sich ein anderes Aromaprofil als bei Bieren mit Originalstammwürze, deshalb ist das weit verbreitete High Gravity Verfahren bei Slow Brewing ein No-Go.

Die schonende Brauweise des Slow Brewing wirkt sich aber nicht nur positiv auf den Geschmack aus, es entstehen auch weniger sogenannte Fuselalkohole, als bei beschleunigten Herstellungsverfahren, die oft in der industriellen Massenproduktion zum Einsatz kommen. Diese Gärungsnebenprodukte werden häufig für eine schlechtere Verträglichkeit verantwortlich gemacht.

Warum kann man Slow Brewing Biere mit gutem Gewissen genießen?

Um das Gütesiegel zu vergeben, geht Slow Brewing über die Prüfung des Biers hinaus. Zusätzlich wird auch die Qualität der herstellenden Brauerei bewertet. Ausgezeichnet werden ausschließlich Brauereien, die in allen Bereichen ihrer Wertschöpfungskette fair und bewusst agieren.

Alle Slow Brewer bekennen sich zu einem gemeinsamen Werteset, das Bierproduktion und Unternehmenskultur definiert. Diese Werte sind mit einer Vielzahl an Kriterien hinterlegt, die für die Zertifizierung ausschlaggebend sind. Die ideellen Kriterien umfassen beispielsweise die gelebte Unternehmensverantwortung, Nachhaltigkeitsfaktoren, Aktivitäten zur positiven Beeinflussung des Betriebsklimas, die Mitarbeiterkommunikation, Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung oder das ökologische Verhalten der Brauerei.

Wie wird bei Slow Brewing geprüft?

Umfassend, konsequent und mit höchster Frequenz – die Überprüfung von Geschmack und Qualität des Biers erfolgt jeden Monat durch das renommierte Forschungszentrum Weihenstephan für Brau- und Lebensmittelqualität (TU München). Die Bierqualität wird über 12 Monate im Jahr sowohl im ganz frischen (direkt nach Abfüllung) als auch im „gealterten“ Produkt überprüft. Auch die Qualitätskonstanz des Biers steht dabei im Fokus, und das ist eine der schwierigsten Herausforderungen für Brauer.

Die Überprüfung der Brauerei und der Herstellung wird vom Slow Brewing Institut jährlich durchgeführt. Zertifiziert werden dabei Rohstoffqualität und Lebensmittelsicherheit, Qualität der Brauweise, Qualitätsmanagement, aber auch die Qualität der Unternehmensführung und -kultur. Das strenge Audit umfasst mehr als 500 Fragen, die von den unabhängigen Experten des Slow Brewing Instituts wissenschaftlich fundiert entwickelt und definiert wurden. Der Prüfungsablauf ist genau definiert und ist unabhängig von der Brauereigröße für alle zu zertifizierenden Brauereien gleich. Bei den Checklisten wird unterschieden zwischen Brauereien unter 10.000 hl/a, sogenannten Mikrobrauereien, und über 10.000 hl/a. Das Audit zur Produkt- und Produktionsbesiegelung ist transparent und durchgängig. Das Gütesiegel wird nur vergeben, wenn alle Bereiche als ausgezeichnet bewertet werden.

Wie unterscheidet sich Slow Brewing von anderen Gütesiegeln im Bierbereich?

Grundsätzlich gibt es international kein Gütesiegel, das vergleichbar wäre. Andere Qualitätswettbewerbe betrachten nur das Produkt, Slow Brewing auch das Unternehmen und die Personen, die dahinterstehen. Außerdem wird bei Slow Brewing die Bierqualität monatlich kontrolliert, bei den übrigen Qualitätssiegeln wird nur einmal im Jahr geprüft.

Was haben Slow Brewer gemeinsam?

Ein Set von gemeinsamen Werten. Die Werte der Slow Brewer definieren die Art der Bierproduktion und die Unternehmenskultur. Die Werte sind mit einer Vielzahl an konkreten Kriterien hinterlegt, die für die Zertifizierung ausschlaggebend sind.

Die Werte im Überblick:

MIT ZEIT.
Das Brauen mit Zeit ist die gelebte Philosophie von Slow Brewing. Im Gegensatz zu einer beschleunigten industriellen Massenproduktion bekennen sich Slow Brewer zu einer langsamen Gärung und schonenden Reifung. Und das aus gutem Grund – neben der Verwendung reinster natürlicher Rohstoffe ist es vor allem der Faktor Zeit, der für den herausragenden Geschmack von Slow Brewing Bieren sorgt.

GEKONNT.
Zertifizierte Slow Brewer wissen was sie tun. Für herausragendes Bier verbinden Sie traditionelle Brauverfahren mit höchstem brauwissenschaftlichen Know-how und modernster Produktionstechnik.

BEWUSST & FAIR.
Slow Brewer produzieren Lebensqualität. Mit herausragenden Bieren und bewusstem, integrem Handeln. Bewusst im Sinne der Umwelt und ihrer Region, bewusst im Sinne der folgenden Generationen und bewusst im Sinne einer fairen Zusammenarbeit mit Mitarbeitern und allen am Produktionsprozess Beteiligten.

ECHT & VERWURZELT.
Slow Brewer lieben und schützen das Echte. Das Echte beginnt bei den reinen Zutaten und endet in Brauspezialitäten mit Individualität. Die regionale Verwurzelung spielt dabei immer eine Rolle. Slow Brewer sind gewachsene Brauer, die ihre Leidenschaft für herausragendes Bier völlig unabhängig von Konzernen und deren Vorgaben leben. Das schützt vor Einheitsgeschmack und sorgt für die Vielfalt, die sich bewusste Bierliebhaber wünschen.

Warum ist es so schwierig, das Slow Brewing Gütesiegel zu bekommen und zu behalten?

Kurz gesagt: Aufgrund der Tiefe und der hohen Frequenz der Überprüfungen und der geforderten Transparenz. Die hohe Frequenz der Bierqualitätsprüfungen (monatlich) und die Tiefe der Überprüfung im Rahmen der jährlichen Brauerei-Zertifizierung stellen für Slow Brewer eine permanente Herausforderung dar. Für viele Brauereien ist auch die geforderte Transparenz ihres Unternehmens in den verschiedensten Bereichen ein schwer zu erfüllender Anspruch. Trotzdem bewerben sich viele Brauereien und profitieren im Falle eines positiven Resultats vom Gütesiegel und vom Know-how-Transfer mit den Experten des Slow Brewing Instituts.

Wo finden Konsumenten das Gütesiegel?

Auf den Flaschen und Kommunikationsmitteln der ausgezeichneten Brauereien. Aktuell gibt es 26 Slow Brewer in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz.

Welche Vorteile haben Brauereien vom Slow Brewing Gütesiegel?

Eine klare wissenschaftlich fundierte Bestätigung umfassender Qualität zur objektiven Unterscheidung vom Mitbewerb. Mit dem Gütesiegel für „Zertifizierte Spitzenqualität“ differenziert sich eine Brauerei auch von anderen weniger umfassenden bzw. konsequenten Qualitätswettbewerben.

Welche Kosten fallen für die Zertifizierung an?

Die Kosten für die Zertifizierung setzen sich zusammen aus den Kosten des Audits und den monatlichen Kosten für die Überprüfung der Bierqualität durch ein akkreditiertes, brautechnisches Prüflabor des Slow Brewing Instituts (in Österreich und Deutschland: Forschungszentrum Weihenstephan für Brau- und Lebensmittelqualität der TU München) sowie einem fairen, ausstoßabhängigen Jahresbeitrag, der für Organisation, Marketing und Kommunikation verwendet wird.

Kann sich jede Brauerei für das Gütesiegel bewerben?

Im Prinzip kann sich jede Brauerei bewerben. Zertifiziert werden aber nur Brauereien, die sämtliche Prüf- und Zulassungsbestimmungen erfüllen.